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Blessmann Alfred

vorlesenAlfred Blessmann wurde am 2. August 1911 in Tilsit, Ostpreußen, Königsberger Str. 4, geboren. Tilsit, heute Sowetsk, ist seit Ende des 2. Weltkriegs russisch. Seit dem Ende der Sowjetunion gehört Sowetsk zum Oblast Kaliningrad, vormals Königsberg, einer russischen Exklave zwischen Polen und Litauen. Alfred Blessmanns letzter Wohnort war Tilsit, Grünes Tor 11. Die deutsche Minderheit Ostpreußens ist 1945 vor den Russen geflohen oder wurde vertrieben. Seine Ehefrau Frieda, geb. Adam, fand in Wildpoldsried Aufnahme und wohnte in Frohnschwenden 78.

 

Alfred Blessmann diente zuletzt als Unteroffizier im Stab der Fallschirmjäger Division 11. Die Division wurde Ende März 1945 in Leeuwarden / Niederlande aufgestellt. Während des Rückzugs geriet sie in alliierte Kriegsgefangenschaft. Die letzte Nachricht von Alfred Blessmann stammte vom März 1945 aus Leeuwarden. Seine Mutter Martha lebte nach dem Krieg in Berlin, später in Tiengen im Schwarzwald. 1955 erhielt seine Ehefrau Frieda die Nachricht, dass ihr Mann seit 1947 in Freudenstadt lebe. Am 18. Februar 1957 meldete auch das Deutsche Rote Kreuz in München, dass Alfred Blessmann heimgekehrt sei. Der Spätheimkehrer wurde vom Roten Kreuz nach dem Schicksal seiner Kameraden aus den letzten Kriegstagen in Holland befragt, über die er allerdings keine Auskunft geben konnte.

 

Alfred Blessmann hat den Krieg überlebt. Sein Name steht fälschlicherweise bis heute als „Vermisster“ auf dem Kriegerdenkmal.

Krieger- und Soldatenkameradschaft Wildpoldsried

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